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Different Sons (1971)

Different Sons poster
Genre
documentary film
Country
United States
Runtime
55 min

How it feels

A group of Vietnam War veterans marches across rural America in worn uniforms from their time in the service. They reenact the brutality they experienced, including arrests and executions, and explain to onlookers why they became disillusioned with the war.

rawsoberingunflinchingreflectivegrimsomberconfrontationalgritty

What happens

Different Sons ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Jack Ofield aus dem Jahr 1971. Eine Gruppe von etwa hundert Vietnamkriegsveteranen bereitet sich auf einer Wiese in Morristown auf einen Marsch vor. Dieser soll sich über 90 Meilen durch das amerikanische Hinterland bewegen. Die Männer tragen bewusst heruntergekommene Uniformen, lange Haare und Bärte, um ihr Aussehen in Vietnam zu simulieren. Dazu hat jeder eine Plastikwaffe dabei. Unterwegs werden immer wieder einzelne Männer interviewt, die von den Gräueln in Vietnam berichten: von Durchsuchungen in Dörfern im Nirgendwo, von durch die Armee zurückgehaltenen Informationen oder von Folter der Einheimischen. Alle Mitglieder der Gruppe haben gemeinsam, dass sie mit großen Idealen nach Vietnam gegangen und nun desillusioniert von der Sinnlosigkeit und Brutalität sind. Noch am ersten Tag machen sie an einigen Häusern halt und stellen eine Festnahme in Vietnam nach. Dabei mimen andere Kriegsgegner die Vietnamesen. Einwohner und Zuschauer beobachten die zur Schau gestellte Brutalität und vermeintliche Hinrichtungen. Einige der Bürger sind erschrocken über den Ernst der Situation und unterstützen die Kriegsgegner offen. Eine Frau berichtet, dass ihr Bruder in Vietnam gefallen sei und sie deshalb die Tragik des Krieges erkenne. Andere zeigen sich unbeeindruckt und sind von der Rechtmäßigkeit des Krieges überzeugt. Sie machen ein Ende der Bombardements für die Kriegsverlängerung verantwortlich. Einige der Veteranen haben Prothesen oder berichten von in Vietnam getöteten Freunden. Zwischendurch lagern die Veteranen auf einer Wiese oder gehen schwimmen. Insgesamt verhalten sie sich ruhig und lassen sich auch von wütenden Bürgern nicht aus der Ruhe bringen. Ebenso wie am ersten Tag kommt es auch am zweiten und dritten Tag zu simulierten Überfällen. Danach erklären die Männer, wie die Bezeichnung der Vietnamesen als „Goops“ sie dehumanisiert habe. Ein junger Mann berichtet, wie ihn der Gedanke an seine jungen Neffen und Nichten im Kampfeinsatz daran erinnert habe, dass sie doch alle Menschen seien. Auf dem letzten Wegabschnitt protestiert eine Gruppe von Weltkriegsveteranen, die sich über das Aussehen der marschierenden Veteranen lustig machen. Auch werfen sie ihnen vor, nicht hart genug gekämpft zu haben. Ein fanatischer Mann rechtfertigt den Kampf in Vietnam mit dem Vorrecht der Amerikaner und der Notwendigkeit, die Kommunisten aufzuhalten. Zuletzt versammeln sich die Veteranen auf einem Feld bei Valley Forge und rufen „Peace Now“. Gemeinsam zerbrechen sie ihre Plastikwaffen und mischen sich mit anderen Antikriegs-Demonstranten. (from Wikipedia, CC BY-SA)

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