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Die verdammten Toscaner (1976)

Die verdammten Toscaner poster
Directed by
Karl Gass
Genre
documentary film
Country
German Democratic Republic

How it feels

This documentary takes the viewer on a tour of various locations in the Italian coastal region of Tuscany. It visits Florence and Pisa before focusing on a historic horse race in Siena that is prepared for by the entire town.

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What happens

Die verdammten Toscaner ist ein Dokumentarfilm des DEFA-Studios für Kurzfilme von Karl Gass aus dem Jahr 1976. Mit herrlichen Farbaufnahmen werden dem Zuschauer auf einer Rundreise verschiedene Orte der italienischen Küstenregion Toskana vorgestellt. Es beginnt mit der Hauptstadt Florenz, die durch Michelangelo und Leonardo da Vinci geprägt wurde, durch die der Arno fließt und wo Dante zu Hause war. Es folgen Bilder aus Pisa mit dem berühmten Schiefen Turm und dem Dom. In Siena findet auf der Piazza del Campo ein historisches Pferderennen statt, das seit Monaten von der Bevölkerung und den Stadtvätern vorbereitet wurde. Der festliche Einzug der Beteiligten, bei dem auch Fahnenschwinger ihr Können zeigen, dauert etwa drei Stunden, während das Rennen selbst keine zwei Minuten dauert. Nebenbei erfährt man, dass bei den Kommunalwahlen 1975 die Kommunisten 56 % und die Sozialisten 9 % der Stimmen erhalten haben. Leider werden die Abgeordneten nicht alle ihre Vorhaben umsetzen können. Viele behaupten, Siena wäre die am schönsten erhaltene Stadt der Welt, mit dem am besten erhaltenen Stadtkern aus dem Mittelalter, was durch die Kamera bewiesen werden soll. Ein alter Spruch aber auch, dass in der Toscana die Türme der Rathäuser höher sind, als die der Kirchen. Ein neuer toskanischer Spruch sagt: Die Faschisten haben hier keine Chance, die Toscana ist Rot! Einen größeren Anteil an dem Film nimmt ein Bericht über den Steinbruch von Carrara in Anspruch, wo der berühmte Carrara-Marmor in den apuanischen Alpen abgebaut wird. Während ein LKW einen 40 Tonnen-Block aus dem Steinbruch fährt, zeigen weitere Aufnahmen, wie die großen Blöcke mit Drähten aus dem Berg gesägt werden. Unter den älteren Arbeitern gibt es kaum jemanden, der im Zweiten Weltkrieg nicht in diesen Bergen bei den Partisanen gekämpft hat. Ein Arbeiter erzählt, dass er zum Wehrdienst einberufen werden sollte und es vorzog, lieber für seine Heimat zu kämpfen, als irgendwo in Europa als Soldat für die Faschisten zu sterben. Ein Bildhauer blickt zurück und erzählt, wie sie nach dem Vertreiben der deutschen Wehrmacht deren Stellungen besetzt haben, weshalb die Amerikaner keinen einzigen Schuss bei der Besetzung Norditaliens abgeben mussten, denn es waren keine Gegner mehr da. In Carrara befinden sich heute mehrere Gedenkstätten, die den Frauen im Widerstand gewidmet sind. Auch heute stehen sie wieder im Kampf, diesmal gegen die Ausbeutung, deren verschärfte Form die Heimarbeit ist. Gezeigt wird eine Familie, die im Wechsel von jeweils zwölf Stunden an den Webautomaten in ihrer Garage arbeitet. Aber auch das Gegenteil wird gezeigt: In Pisa gibt es eine Genossenschaft der Glasbläser, in der es keine Ausbeutung gibt, da der Betrieb allen gehört und Probleme mit Hilfe der Gewerkschaft geklärt werden können. Die ehemaligen Unternehmer hatten den Betrieb vor zwanzig Jahren aufgegeben, der dann von der Cooperative übernommen wurde. Heute hat der Betrieb 162 Mitglieder und sucht dringend Nachwuchs für den schweren, aber auch künstlerischen Beruf. Eine weitere Alternative im sozialen Bereich, sind die Kindergärten. Im Normalfall werden sie in der Toscana von der Kirche betrieben. In Prato gibt es nun einen kommunalen Kindergarten, das Essen für die Kinder hier sowie auch in den Schulen, wird in einer zentralen Küche zubereitet und ist für die Kinder kostenlos. Das ist möglich, da in Prato eine linke Mehrheit regiert. Und eine weitere Alternative in der Toscana sind die Ferienlager für die Arbeiterkinder aus Prato. Hier wurde mit der Praxis der privaten sowie kirchlichen Einrichtungen gebrochen und die Kinder fühlen sich wohl. Weiter geht es nach Lucca, der Stadt der Kirchen. Hier befindet sich der einzige weiße Fleck in der Toscana, denn hier haben die Christdemokraten im Stadtparlament das Sagen. Das nächste Ziel ist die Stadt Livorno, die Stadt der Werften. Das Stadtviertel San Venecia wurde nach dem Vorbild Venedigs erbaut, hier befindet sich der Hafen, in dem die Fischer ihren kargen (from Wikipedia, CC BY-SA)

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