In Georgia (1988)

- Original title
- In Georgien
- Directed by
- Jürgen Böttcher
- Genre
- documentary film
- Country
- German Democratic Republic
- Runtime
- 1h 46m
- Rating
- 7.2 of 10 from 4 voters
- Elsewhere
- IMDb
How it feels
The film is a documentary about rural life in Georgia. It shows traditional farming, a visit to an old cathedral, and a bell ringer. The director says it is not a complete overview of the country but a personal, rural slice of it.
observationalcontemplativeslow-pacedsubjectiveatmosphericearthymeditativenostalgic
What happens
In Georgien ist ein Dokumentarfilm des DEFA-Studios für Dokumentarfilme von Jürgen Böttcher aus dem Jahr 1987. Der Film beginnt im Oberen Swanetien mit der Ur-Hauptstadt Mzcheta und zeigt einen Bauern, der zwei Ochsen im Kreis führt, die eine Art Schlitten über Getreide ziehen, auf dem noch seine Frau mit einem Kind als Gewichte stehen. Hier erklärt der Regisseur Jürgen Böttcher, dass es sich hier nicht um einen umfassenden Film über Georgien handeln kann, sondern nur um einen ländlichen, subjektiven Ausschnitt. Es folgt ein Besuch der Svetitskhoveli-Kathedrale (Kathedrale der lebensspendenden Säule), bei der ein junger Mann melodiös mehrere Glocken mit den Händen bedient. Die Kathedrale wurde im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten des bereits im 4. Jahrhundert gebauten Gebäudes errichtet. Ihre Geschichte ist eng mit Schicksal Georgiens verbunden, gilt sie doch bis heute als Symbol der Lebenskraft des Volkes. Von hier aus kann man auf die ehemalige Hauptstadt des damaligen Kartliens, Mzcheta, sehen. In der Ferne ist auf einem Berg die Dswari-Kirche (Kreuz-Kirche) aus dem frühen 6. Jahrhundert zu entdecken. Weiter geht es mit einem kurzen Aufenthalt in der heutigen Hauptstadt Tiflis (Tblissi), um dem großen georgischen Maler Niko Pirosmani zu huldigen. Hier trifft Jürgen Böttcher eine Gruppe interessierter junger Frauen, denen er erzählt, dass er bereits vor 20 Jahren einen Film über den bekannten Künstler drehen wollte. Im Pirosmani-Saal des Georgischen Nationalmuseums befinden sich viele Originale seiner Bilder, die noch nicht wieder an ihrem angestammten Platz aufgehängt wurden, da sie gerade erst von einer großen Moskauer Ausstellung zurückgekommen sind. Von den Georgiern wird er als der größte Maler seines Landes verehrt. Er malte, wie kein Zweiter, die Freuden und Leiden seines Volkes. Viele der Bilder können mit der Kamera festgehalten werden. Der Besuch von Tiflis endet mit Panoramafahrten der Kamera über die immer dunkler werdende Stadt. Weiter geht es nach Kachetien, der Heimat Pirosmanis. In der Nähe von Telawi trifft das Filmteam auf eine Gruppe von Schäfern, die gerade mit der Schur ihrer Tiere beschäftigt ist. Sie kommen eigentlich aus den Bergen, vom Berg Kochimka. Nach einer kurzen Unterhaltung mit ihnen geht es weiter, bis die Filmcrew in einem kleinen Dorf einen Eselkarren sieht, auf dem eine Weinpresse installiert ist. Das ist Grund genug, hier anzuhalten, und der Bauer erklärt sofort, wie diese funktioniert. Sogleich sehen sich die Deutschen von einer Gruppe Frauen und Kindern umringt und dann gibt es Weintrauben und roten Wein als Willkommensgeschenk. Auf der Weiterfahrt geht es vorbei am Alasani-Tal und dem vorgelagerten Kaukasus. In der Ferne kann man das weiße Schiff der Alawerdi-Kathedrale erkennen, einen Kreuzkuppelbau des Mittelalters, die das nächste Ziel sein wird. Die Sakralbauten Georgiens wurden ebenso wie die hohen Leistungen der frühchristlichen Malereien in Westeuropa erst sehr spät gebührend beachtet. Auch hier gibt es wieder eine Gruppe von Frauen, die dem Team Früchte schenken und ein religiöses Lied vortragen. In einem der nächsten Dörfer entdeckt die Filmgruppe auf einem Bauernhof einen Granatapfelbaum, der aufgenommen werden soll. Das war für die Bewohner der Anlass, sofort ein Picknick zu bereiten und gemeinsam mit den deutschen Gästen zu essen und aus immer wieder neuen Gründen anzustoßen. Dabei werden auch die nicht vergessen, die im Zweiten Weltkrieg dafür gefallen sind, dass man heute so friedlich zusammenkommen kann. Die Frauen, die das alles vorbereitet haben, nehmen nicht daran teil, sondern halten sich dezent im Hintergrund auf. Das Fest geht bis in die Nacht, es werden immer mehr Teilnehmer und es wird viel zu dem georgischen Volksinstrument Panduri gesungen. Weiter geht es nach Batumi, der Hauptstadt der Region Adscharien am Schwarzen Meer, und ein erster Besuch gilt dem dortigen Delfinarium, gefolgt von einem Spaziergang auf der Strandpromenade. Hier befindet sich auch eine (from Wikipedia, CC BY-SA)
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