Nocturno (1915)

- Directed by
- Heinrich Bolten-Baeckers
- Genre
- drama film, romance film
- Country
- German Empire
- Elsewhere
- IMDb

The catalogue in 3D
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How it feels
A dying young count falls in love with a beautiful gypsy dancer he sees near his family estate. He invites her to a secret nighttime meeting in the park, where they share a passionate kiss and he gives her a ring. But his illness soon overwhelms him again.
melodramaticromantictragicpoeticsilent-eraatmosphericsomberyearning
What happens
Nocturno ist ein deutsches Stummfilmmelodram aus dem Jahr 1915. Ein junger Graf liegt schwerkrank daheim im Schlossbett und bedarf der tagtäglichen, aufopferungsvollen Pflege seiner Mutter und der Schwester. Eines Tages zieht eine Zigeunertruppe mit einer alten, schäbigen Maringotte (ein kleinbusähnlicher Kutschwagen mit Pferd) durchs Land und macht auch in der Gegend halt. Ein wunderschönes, gut gebautes Mädchen sorgt mit ihren barfüßigen Tänzen für einige Aufmerksamkeit. Des Grafen Herz ist augenblicklich entflammt, und der moribunde Adelige bittet die rassige Schöne um ein Rendezvous zur nächtlichen Stunde im Schlosspark. Auch das Zigeunermädchen fühlt sich zu dem hilfsbedürftigen Jüngling hingezogen. Aus den offenen Schlossfenstern klingen Weisen Chopinscher Klänge – daher der Filmtitel – zu ihnen herüber, und das Mädchen beginnt zu tanzen, nur für ihn. Verzaubert von überbordenden Gefühlen, vergisst der Graf für einen Moment seine Krankheit, küsst sie leidenschaftlich und schenkt der sinnlichen Tänzerin als Ausdruck seiner tief empfundenen Liebe einen Ring, ein Familienerbstück. Dann aber wirft ihn ein umso stärker zuschlagender Fieberschauer wieder zurück auf das Krankenlager. Die Zigeunerin kehrt auf die Straße zurück und versucht, ihre Leute wieder einzuholen, die bereits mit der Maringotte weiter gezogen sind. Auf der Landstraße wird sie von einem Polizisten angehalten und kontrolliert. Als der Ordnungshüter bei ihr den kostbaren Ring mit dem gräflichen Wappen entdeckt, nimmt er sofort an, dass das Zigeunermädchen ihn gestohlen haben müsse. Der Ring wird dem auf das Schloss gerufenen Arzt übergeben, mit der Bitte, das Schmuckstück seinem mit dem Tode ringenden Eigentümer zurückzugeben. In seiner Fieberphantasien ruft der junge Graf jedoch immer wieder nach seiner Tänzerin. Aufgrund dieser Worte erkennt der Doktor, dass es sich bei dem Ring um ein gräfliches Geschenk an die Tänzerin gehandelt haben muss. Das Zigeunermädchen wird daraufhin augenblicklich aus der Haft entlassen. Sofort eilt sie an sein Sterbelager und tanzt noch einmal, das letzte Mal, für ihren Geliebten. Dann hört sein Herz auf zu schlagen. “In stiller Nacht streut sie noch Blumen auf das Bett des Toten und dann sucht auch sie in dem Wasser des nahen Weihers Erlösung von allen irdischen Leiden.”Originaltext Kinematographische Rundschau vom 18. Juli 1915. S. 53 (from Wikipedia, CC BY-SA)
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